Homeoffice für zwei Personen: geteilte Arbeitsplätze geschickt trennen
Wenn zwei Menschen gleichzeitig im Homeoffice arbeiten, wird aus einem Raum schnell ein Konfliktherd. Unterschiedliche Arbeitsrhythmen, Telefonate und Videokonferenzen prallen aufeinander, und ohne klare Trennung leidet die Konzentration. Die Lösung liegt nicht darin, einfach zwei Schreibtische an die gegenüberliegenden Wände zu stellen. Entscheidend ist, dass beide Plätze akustisch und visuell getrennt werden, ohne den Raum zu erdrücken. Schon eine hohe Rückenlehne, ein Regal als Raumteiler oder ein schallabsorbierender Vorhang können Wunder wirken. Wer langfristig plant, sollte beim Arbeitszimmer Einrichten auf Ergonomie und Raumaufteilung achten, damit beide Seiten profitieren.
Die räumliche Trennung beginnt bei der Möblierung. Zwei Schreibtische, die im 90-Grad-Winkel zueinander stehen, vermeiden den direkten Blickkontakt und schaffen trotzdem Nähe. Ein Rollcontainer oder ein schmaler Schrank zwischen den Plätzen dient als Puffer und bietet Stauraum. Für die Akustik sind Teppiche, Vorhänge und Pflanzen unverzichtbar, denn sie schlucken den Schall, der sonst von den Wänden widerhallt. Wer regelmäßig telefoniert, sollte über eine schallabsorbierende Trennwand nachdenken, die bei Bedarf aufgestellt wird. Wichtig ist, dass jeder Platz eine eigene Steckdosenleiste, Lichtquelle und Ablagefläche erhält, damit niemand ständig aufstehen muss.
Neben der physischen Trennung braucht es klare Regeln für die Nutzung. Feste Zeiten für konzentriertes Arbeiten und für Telefonate verhindern, dass beide gleichzeitig laut sprechen. Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung sind eine einfache, aber effektive Investition. Auch die Beleuchtung sollte individuell regelbar sein: Tageslichtlampen an jedem Platz beugen Ermüdung vor und lassen sich an die persönlichen Vorlieben anpassen. Wer den Raum nur für das Nötigste nutzt, kann mit mobilen Trennwänden arbeiten, die abends einfach zusammengeklappt werden. So bleibt der Raum flexibel und für beide nutzbar.
Letztlich geht es nicht darum, zwei identische Arbeitsplätze zu schaffen, sondern zwei funktionierende. Ein kleiner Kompromiss bei der Größe oder der Position des Schreibtisches ist akzeptabel, solange die Trennung gewahrt bleibt. Wer die Bedürfnisse beider Personen ernst nimmt und den Raum entsprechend plant, vermeidet Konflikte und steigert die Produktivität. Ein geteiltes Homeoffice kann sogar Vorteile bringen: Man motiviert sich gegenseitig und tauscht sich schneller aus. Voraussetzung ist jedoch, dass jeder seinen Rückzugsort hat – und sei es nur eine gut platzierte Trennwand.