Schmale Nische im Flur als Putzmittel-Stauraum nutzen
Ein Flur von zwei bis drei Quadratmetern bietet selten Platz für einen klassischen Putzschrank. Die schmale Nische zwischen Türzarge und Wand, oft nur 20 bis 40 Zentimeter tief, wird meist ignoriert oder mit einem deckenhohen Regal aus Sperrholz zugestellt, das nach kurzer Zeit aus allen Fugen quillt. Dabei reicht eine Breite von 60 Zentimetern, um Besen, Wischmopp und Eimer griffbereit zu verstauen, ohne den Durchgang zu blockieren. Entscheidend sind die exakten Innenmaße der Nische, nicht die Außenkante der Wand. Messen Sie die lichte Weite zwischen den fertigen Wandoberflächen, ziehen Sie zwei Zentimeter für Türanschlag und Griff ab und prüfen Sie die lichte Höhe bis zur Decke. Erst dann lohnt die Planung der Einbauten.
Für Nischen bis 80 Zentimeter Breite hat sich ein System aus zwei Ebenen bewährt. Die untere Zone bis 90 Zentimeter Höhe nimmt einen Eimer mit Auswringvorrichtung und einen flachen Behälter für Lappen auf. Darüber folgt eine Schublade mit Vollauszug für Putzmittel, die nicht frostsicher gelagert werden dürfen. Die oberste Ebene ab 140 Zentimeter bleibt für Vorräte und Ersatzköpfe. Wer die Nische mit Trockenbau schließt, sollte eine Lüftungsöffnung von mindestens 40 Quadratzentimetern vorsehen, sonst riecht der Raum nach Essigreiniger und Chlor. Bei der Wahl der Einbauten hilft ein Blick in die Planungshilfe, die unter wohnwort.de verschiedene Breiten und Tiefen vergleicht. Die dortigen Maße lassen sich auf nahezu jede Nische übertragen, sofern man die eigene Zargenbreite berücksichtigt.
Ein häufig unterschätzter Punkt ist die Belüftung des Putzmittel-Stauraums. Reinigungsmittel verdunsten auch bei geschlossenen Flaschen, und in einem Flur ohne Fenster sammelt sich diese Luft. Wer die Nische mit einer Tür verschließt, sollte entweder einen Spalt von einem Zentimeter lassen oder Lüftungsgitter in die Tür einlassen. Für Besen und Wischmopp reicht eine einfache Klemmhalterung an der Rückwand, doch die Halterung muss auf die Stiellänge abgestimmt sein. Ein Mopp mit 140 Zentimetern Stiel braucht mindestens 150 Zentimeter Innenhöhe, sonst steht er schief und fällt beim Öffnen der Tür heraus. Prüfen Sie deshalb vor dem Einbau die längste Reinigungsutensilie, die Sie besitzen, und planen Sie fünf Zentimeter Reserve ein.
Die Kosten für einen solchen Einbau bleiben überschaubar. Ein Korpus aus beschichteter Spanplatte in 60 Zentimetern Breite, zwei Einlegeböden und eine Schublade liegen bei etwa 120 bis 180 Euro, wenn man die Zuschnitte selbst bestellt. Wer handwerklich unsicher ist, greift zu einem fertigen Schrankmodul, das sich in der Breite kürzen lässt. Wichtig ist, dass der Korpus an der Wand verdübelt wird, denn ein schmaler Schrank kippt leichter als ein breiter. Am Ende zählt nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Erreichbarkeit: Jedes Utensil sollte ohne Umräumen greifbar sein.