Kleine Bäder clever möblieren: Waschmaschine, Waschbecken und Stauraum
Ein kleines Badezimmer bringt schnell Konflikte mit sich: Die Waschmaschine braucht Platz, das Waschbecken soll erreichbar bleiben, und irgendwo müssen Handtücher, Putzmittel und Kosmetik verschwinden. Wer alle drei Funktionen einfach nebeneinanderstellt, verliert Stellfläche und gewinnt Unordnung. Die Lösung liegt nicht in größeren Fliesen oder helleren Farben, sondern in der richtigen Anordnung der Geräte und Möbel. Zuerst sollte klar sein, wo Wasseranschluss, Abfluss und Strom liegen – denn danach richtet sich jede weitere Planung.
Die Waschmaschine gehört in den meisten kleinen Bädern unter eine durchgehende Arbeitsplatte oder in eine Nische. Wer die Waschmaschine im Bad richtig einplanen möchte, muss Schallschutz, Feuchtigkeit und die tägliche Zugänglichkeit zusammen denken. Ein frontbeladener Toplader passt oft besser unter ein schmales Waschbecken, während ein Modell mit obenliegender Tür mehr Bewegungsfreiheit beim Beladen bietet. Zwischen Wand und Gerät sollten mindestens zwei Zentimeter Luft bleiben, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Steht die Maschine neben dem Waschbecken, lässt sich der Zwischenraum mit einem schmalen Rollwagen für Waschmittel nutzen.
Beim Waschbecken lohnt sich der Verzicht auf einen Unterschrank mit Türen. Ein Handwaschbecken ohne Möbelstück darunter wirkt optisch leichter und gibt den Blick auf den Boden frei. Wer Stauraum braucht, setzt stattdessen auf einen Spiegelschrank mit seitlichen Regalfächern oder auf offene Körbe an der Wand. Hohe schmale Regale über der Toilette nutzen die Höhe, ohne den Raum zu erdrücken. Handtücher lassen sich an einer durchgehenden Stange über der Heizung aufhängen, statt an mehreren kleinen Haken.
Entscheidend ist der Abstand zwischen den einzelnen Zonen. Zwischen Waschbecken und Waschmaschine sollten mindestens 60 Zentimeter Bewegungsfläche bleiben, damit man sich beim Zähneputzen nicht an der offenen Trommel stößt. Wer die Tür nach innen öffnet, verliert wertvolle Zentimeter – eine Schiebetür oder ein nach außen öffnender Türflügel schafft sofort mehr nutzbare Fläche. Farben spielen eine untergeordnete Rolle, solange die Oberflächen matt und hell bleiben. Ein kleineres Bad wirkt aufgeräumt, wenn jedes Gerät seinen festen Platz hat und keine provisorischen Ablagen entstehen.